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FAT32 – FAT32

July 14, 2012

Manchmal braucht man nur für ein paar Sekunden in ein Album reinzuhören und man weiß sofort: dieses Album muss ich haben. So passiert mit FAT32s Debütalbum gleichen Namens, wo man auf der Seite des Labels in die ersten beiden Songs für zwei Minuten reinhören kann. Normalerweise hasse ich es, wenn Bands/Labels nur kleine Schnipsel als Hörproben anbieten, aber in dem Fall haben die zwei Minuten gereicht.

FAT32 sind ein sogenanntes Noise-Duo. Schon seit einiger Zeit ist das in Mode, nicht zu dritt, sondern zu zweit auf die Bühne zu gehen, um mit viel Power, punkiger und mathrockiger Attitüde die Instrumente zu bearbeiten, sowie z.B. Lightning Bolt oder schnAAck. Dabei verzichtet man in den meisten Fällen einfach auf den Bass, musiziert also nur mit einer Gitarre und einem Schlagzeug. Das Duo greift zum Keyboard anstatt zur Gitarre. Und es ist kaum zu glauben, was FAT32 hier nur zu zweit für einen Krach veranstalten. Laut, schnell, aberwitzig, verspielt, total von allen guten Geistern verlassen und mit viel Humor geht es hier zu Sache. Rock, Metal, Mathrock, Grindcore, Jazz, Punk, Techno, Industrial und Traditionelles werden hier kreuz und quer durcheinander gemischt. FAT32 ist für Leute, denen die Musik der Bands wie Ruins, Behold… The Arctopus, Naked City, Stolen Babies oder Shining (Blackjazz) zu wenig durchgeknallt ist. Die Umkehrung gilt auch: wer bei den genannten Bands lieber die Beine in die Hand nimmt, bzw. deren Sachen nur als “keine Musik” abstempelt, der hat bei FAT32 noch weniger verloren. Großartige, durchdachte Kompositionen sollte man zudem auch nicht erwarten, hier wird einfach Party gemacht, je verrückter, desto besser. Verschnaufpausen gibt es kaum welche.

 

Das krasse daran ist, fast alles ist “echt”. Zwar gibt es ein paar getriggerte Samples, aber ansonsten ist alles “live”; keine Loops und keine vorgefertigten Sequenzen, sondern exzessiver Einsatz von MIDI Kontrollern, Effektpedalen, verzerrten und elektronischen Sounds. Die Platte wurde auch so produziert, mit dem Versuch, die unglaubliche Power der Live-Auftritte einzufangen. Und das ist auf jeden Fall gelungen.

Die Haltbarkeit ist nicht all zu lange, zumindest ich höre so ein Album nicht all zu oft an, aber dafür sind die ersten Male um so spaßiger, und fesselnd wie ein gutes Hörspiel. FAT32 ist durch und durch eine Live-Band, zu deren Shows man gehen sollte. (Ich selber hatte die Ehre aber leider noch nicht.) Das Album ist sozusagen eine Visitenkarte. Und was für eine!

Federico Chavez

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