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Ske – 1000 Autunni

June 22, 2012

Alle paar Monate gibt es Neues aus dem Hause Altrock Records. Längst hat sich herumgesprochen, dass die Produktionen dieses Labels eine hohe Qualität besitzen. Fans der bisherigen Veröffentlichungen können mittlerweile praktisch blind, bzw. taub zugreifen und werden selten enttäuscht. Mittlerweile gibt es auch ein kleines Unterlabel, namens Fading Records, welches sich ein mehr auf ‘leichtere’, mehr typisch klassisch progressive rockende Musik, spezialisiert hat.

Nun gibt es diesen Monat wieder vier neue CDs von Altrock Records, davon gleich zwei von Fading Records, sodass ich erst skeptisch war, gefielen mir doch die zwei bisherigen Veröffentlichungen (Ciccada und Sanhedrin) weniger. Umso mehr bin ich jetzt positiv überrascht! 1000 Autunni von Ske ist meiner Meinung nach bisher das Beste aus diesem kleinen neuen Label.

Ske ist der Spitzname vom Komponisten Paolo Botta, der bei Yugen die Tasteninstrumente betätigt. Dort hat er sich auch gleich einige Musiker ausgeliehen. Gleich 13 Instrumentalisten plus 2 Sängerinnen gibt es auf dieser Platte zu hören. Damit klingt die Musik zum Teil wie Yugen, aber etwas leichter, heller und symphonischer. Auch ist sie nicht so vertrackt und “metallisch” und die Gitarre ist hier mehr im Hintergrund.

Aber Ske ist noch viel mehr als eine lockere Version von Yugen. Je nachdem welche Instrumente im Vordergrund sind, klingt es manchmal auch nach Änglagard. Oder bei Parts mit viel Percussion (vorallem Xylophon) und Flöte sogar an die Franzosen Dün. Allgemein sind fast alle Instrumente schön gleichberechtigt, harmonieren herrlich miteinander und jeder darf mal herausstechen. Tutti-Passagen wechseln sich immer wieder mit Parts mit weniger Instrumenten ab. Das ganze ist recht abwechslungsreich, mal mitreißend rockend, mal eher ruhig und getragen, mal mit kräftiger Rhythmusfraktion, mal auch nur mit Piano und Violine/Flöte. Ab und zu sind auch ein paar Effekte auszumachen und selten auch Frauenstimmen, die aber keine Texte singen sondern zur Musik mit hoher, klarer Stimme beitragen.

Das ganze wird nie anstrengend, ist auch nie wirklich schräg, sondern immer harmonisch und locker, gut ausbalanciert zwischen ruhigen und treibenden Parts. Die Produktion ist auch wieder vom feinsten, man hört alles perfekt heraus.

Wer gern abwechslungsreich und gut instrumentierte Musik mag, die irgendwo zwischen leichteren Yugen und Retroprog á la Änglagård liegt, der sollte hier zugreifen!

Federico Chavez

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