Skip to content

Monkey3 – 39 Laps

June 21, 2012

Auf den babyblauen Seiten gibt es viele Rezensionen zu Postrockalben. Eigentlich gibt es viel zu viele Bands, die diese Art von Rock machen, als das Genre an Vielfalt hergibt. Mag man Postrock, kann man sich so ziemlich alles aus der Szene anhören und hat seinen Spass, aber doch muss man immer wieder zugeben, dass es oft immer das gleiche ist. Innerhalb eines Album und auch zwischen den Bands.

Monkey3 machen auch Postrock. Ganz bescheiden instrumentiert mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboards. Nichts Aussergewöhnliches, aber trotzdem wird es langsam mal Zeit, dass diese Band hier zu finden ist. Denn diese vier Jungs aus der Schweiz sind, ohne gross experimentell zu sein oder ohne neue Zutaten ins Genre zu bringen, richtig gut.

Den Postrock den Monkey3 machen ist von der rockigeren Sorte. Man hört klar den Einfluss von Stoner-Bands wie Kyuss oder auch Hardrock-Bands wie Black Sabbath. Im Vergleich zum Debüt ist der Hardrock aber nicht mehr so stark präsent, dafür ist der “Post-Faktor” höher. Meistens gibt es eine schöne, dezente, sich wiederholende Gitarrenlinie zu hören, die oft vom Bass unterstützt wird. Im Hintergrund sind Keyboardklänge auszumachen, die dem Ganzem eine space-ige Note verleihen. Wie immer steigt die Intensität nach und nach, bis die Staumauer bricht und es mit harten Riffs kracht. Diese Spielchen wird aber im Vergleich zu anderen Postrockbands nicht ewig lang gezogen, sondern es kommt immer wieder zum Höhepunkt innerhalb eines Stückes.

Die Stimmung ist hier zudem recht heiter, oder besser gesagt, auf keinen Fall melancholisch, elegisch oder düster wie bei manchen Genre-Kollegen. Man setzt hier weniger auf Atmosphäre oder Spannung, sondern auf gute Melodien, die entweder bei Ebbe oder bei Flut aus dem Lautsprecher erklingen.

Ein guter Vergleich ist Long Distance Calling, die auch einen unterhaltsamen instrumentalen Rock machen, ohne Elegie und ohne langen ruhigeren Parts.

Spiel mir das Lied vom Tod im Monkey3-Soundgewand gibt es am Schluss noch als Zugabe. Mehr als das ist es aber auch nicht – klar der schlechteste Track auf der Platte. Alle anderen Stücke aber sind kurzweiliger, griffiger Postrock, der trotz bekannten Zutaten bestens unterhält und einfach Spass macht.

Federico Chavez

Leave a Comment

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: