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Jardin de la Croix – Ocean Cosmonauts

November 24, 2011

Drei Jahre nach ihrem starken Debüt, welches sie im Internet kostenlos als Download verschenkt haben und im Eigenverlag vertrieben haben, kommt das neue Album Ocean Cosmonauts nun über ein Label heraus. Dort kann nun auch ihr erstes Album für lau als gebrannte CD bestellen, im Jewelcase und mit einfachen Cover. Die Neue gibt es dafür im Digipack. Weiterhin kann man auch dieses Album gratis auf der Homepage der Band herunterladen.

Von der Besetzung her gibt es einen Wechsel am Bass, neuerdings zupft Carlos Schonert den Bass.

Von der musikalischen Seite aus gibt es auch ein paar Unterschiede. Generell wird hier immer noch ein technisch gekonnter, leichtfüßiger Mathrock vorgetragen, wie man ihn vom Erstling kennt. Jedoch ist der Sound deutlich postrockiger geworden, es wird viel mehr wiederholt und in die Länge gezogen. Auch gibt es mehr postrock-typisches Riffing. Die Auftritte mit Bands wie This Will Destroy You, Russian Circles und Caspian scheinen Spuren hinterlassen zu haben. Trotzdem ist Jardín De La Croix technisch viel komplexer unterwegs als eine Standard Postrockband. Aber im Vergleich zum Debüt, ist das Ganze doch schon geradliniger und nicht mehr so verspielt und abwechslungsreich. Auf den Vorgänger hat man sich von einer Idee zur nächsten gehangelt und auch immer wieder unterschiedlich klingende Passagen eingebaut. Hier klingt nun alles gleichförmiger und es gibt weniger Abwechslung pro Stück.

Dadurch ist das Album auch härter und klingt auch stellenweise fast wie normaler Metal. Die Gitarren spielen entweder typische Metal-Riffs, die oft wiederholt werden oder aber sie legen (viel häufiger als auf dem Debüt) in Fripp-Manier los. Diese Arpeggio-Läufe sind zum Teil auch wegen des Tempos sehr beeindruckend, aber auch auf diesen wird oftmals zu lange herumgeritten ohne das die Intensität steigt, so dass Langweile aufkommt.

Das Album konnte mich darum nicht durchgehend unterhalten und ist mit 55 Minuten auch zu lange. Das ist für ein rein instrumentales Album nur mit Gitarre, Bass und Schlagzeug natürlich auch keine leichte Aufgabe. Und dafür ist es immer noch gut, technisch anspruchsvoll und bestens eingespielt. Aber auf dem Vorgänger haben sie es geschafft den Zuhörer immer wieder bei Laune zur halten. Dieses hier ist dafür härter, gleichförmiger und hat damit seine Längen. Eine ordentliche Platte zum nebenbei laufen zu lassen, ist sie aber allemal.

Fede Chavez

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